TGV Lauenau

Rückblick: Dezember 2020 – Zwei Jahre TGV Lauenau

(KA/HA) Am 9. Dezember 2018 wurde das Lauenauer Team gemeinsamer Verantwortung (TGV) in einem Gottesdienst in der Sankt-Markus-Kirche offiziell von Pfarrer Lerche eingeführt. Anderthalb Jahre lang hatten wir uns zuvor auf diesen Tag unter der Führung von Diakon Günter Fichte vorbereitet, ein eigenes Leitbild entwickelt und erste Arbeitsschwerpunkte gesetzt. Und nun sind wir schon zwei Jahre dabei – wie schnell die Zeit vergeht!

Unser Team, das sind bis zu 15 engagierte evangelische und katholische Christen, trifft sich seit seiner Gründung regelmäßig an jedem ersten Montagabend im Monat für ca. 1-2 Stunden im Pfarrheim von St. Markus. Zu Beginn stand eine systematische Bestandsaufnahme auf der Tagesordnung, bei der es galt, die regelmäßigen Abläufe im Jahreskreis von St. Markus kennenzulernen und zu erfassen: Wer macht was? Wo wird Hilfe benötigt? Was ist wann von uns zu organisieren? Die Vielfalt der Angebote und Termine sowie das damit verbundene Engagement vor Ort hat uns dabei sehr beeindruckt. Erwähnenswert sind besonders auch die zahlreichen ökumenischen Gottesdienste und Andachten, die in Lauenau seit Jahren vorrangig durchgeführt werden.

Um diese und weitere Veranstaltungen sowie Gruppen im Ort noch bekannter zu machen, haben wir uns zur Einführung des sog. „Markus-Kalenders“ entschlossen, der monatlich von uns herausgegeben wird und stets den aktuellen Stand sämtlicher Aktivitäten wiedergibt.[1] In ökumenischer Verbundenheit wird er u.a. auch im Schaukasten unserer evangelischen Nachbargemeinde St. Lukas ausgehängt, deren Termine wir im Gegenzug ebenfalls bekannt geben. Ergänzend haben wir für neu-eingebürgerte Gemeindemitglieder einen Flyer zusammengestellt, der über alles Wissenswerte rund um den Kirchstandort Lauenau informiert.

Einen Schwerpunkt unserer Arbeit im letzten Jahr hat sicherlich die Organisation von zwei größeren Ereignissen dargestellt – die Fronleichnamsprozession durch die Straßen von Lauenau mit anschließendem Gemeindefest sowie die Durchführung der zweiten Pfarrsynode. Hierbei war es uns vor allem wichtig, unser Handeln transparent zu gestalten und die Kommunikation unter allen Kirchstandorten unserer Pfarrei zu stärken. Auch die vertragliche Umsetzung der regelmäßigen Vermietung des Lauenauer Pfarrheims, das bis zu Pandemiebeginn ein- bis zweimal pro Woche von einer Gruppe evangelischer Christen aus Rumänien genutzt wurde, hat uns längere Zeit beschäftigt.

Unser erstes Projekt in diesem Jahr war die Erweiterung des Seniorenbesuchsdienstes im Raum Lauenau, der die Bewohner des Seniorenzentrums Nora regelmäßig besucht und älteren Gemeindemitgliedern bei runden Geburtstagen persönlich gratuliert. Weitere Vorhaben wurden durch die aufkommende Corona-Pandemie zunächst jäh gestoppt. Ab Mai galt es dann, Hygienekonzepte zu entwickeln, Gottesdienstanmeldungen zu organisieren und Ordnerteams für die Umsetzung der Corona-Maßnahmen in der St.-Markus-Kirche zusammenzustellen, um eine Wiederaufnahme der Messfeiern zu ermöglichen. Neben diesen organisatorischen Aufgaben, die weiterhin von unserem Team wahrgenommen werden, befassen wir uns zurzeit mit der Planung und Umsetzung weiterer Gottesdienstformate. Hierzu zählen die sonntäglichen Wort-Gottes-Feiern, die seit dem Sommer regelmäßig von Mitgliedern des TGV geleitet werden, wie auch die ökumenischen Gottesdienste mit St. Lukas, bei denen wir mitwirken.

Und sonst? Ein paar Mal konnten wir spontan helfen, wenn Menschen persönliche Unterstützung brauchten, was sehr viel Freude gemacht hat. Aber es gab auch Momente der Unzufriedenheit: Verlieren wir uns in organisatorischen Aufgaben, die zu viel Zeit kosten? Wann können wir unsere Visionen von Gemeinde, also unser eigens entwickeltes Leitbild, endlich konkreter umsetzen? Wie kann Kirche überleben in Zeiten der Corona-Pandemie? Für das Jahr 2021, in dem wir dann schon „alte Hasen“ sein werden, haben wir uns einiges vorgenommen – es wird sicherlich spannend! Die Arbeit in unserem Team macht Spaß, stärkt unseren Glauben und fördert den Zusammenhalt. Wir möchten die Zukunft von Kirche aktiv mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Das möchten Sie auch? Neue Mitwirkende sind uns jederzeit herzlich willkommen!

 

(Karin und Helge Anke vom TGV Lauenau)