Grußwort des Pfarrers

(Weihnachten 2022)

Wir feiern wieder Weihnachten, die Geburt unseres Retters Jesus Christus. Er ist unser Friedensfürst. Spätestens da wird uns bewusst, wie sehr wir uns mit so vielen Menschen nach dem Ende des Krieges in der Ukraine sehnen. Können wir in der Zeit des Krieges überhaupt unbeschwert Weihnachten feiern? Wir fühlen uns ohnmächtig und müssen uns wohl eingestehen, dass wir selber den Krieg nicht beenden können. Aber wir können solidarisch sein mit den Menschen in Not. Wir können ihnen helfen und für sie beten, was schon so viele für sie tun.

Die Welt des Krieges ist für uns real und erfahrbar geworden. Aber, so sagt es Pater Anselm Grün: „Die Welt des schönen Miteinanders, die Welt des ungezwungenen Feierns ist genauso real wie die Welt des Krieges.“ Deshalb ist unser Feiern keine Flucht vor der Realität der Not. Vielmehr können wir Menschen die Grausamkeit des Krieges besser ertragen, wenn wir in die Welt des schönen Festes eintauchen. Und die Botschaft vom „Frieden auf Erden“ wird da erfahrbar, wo wir anderen eine Feier ermöglichen. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten, nutzen wir sie!

Seien wir dankbar, dass es uns trotz der Krisen noch so gut geht und vertrauen wir auf Gottes Sorge und Segen für uns alle.

So wünsche ich allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2023!

 

Ihr Pfarrer Michael Lerche